· Pressemitteilung

DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt zu Besuch beim BRK-Kreisverband Mühldorf

Am Mittwoch, den 15. Januar 2025, wurde der BRK-Kreisverband Mühldorf mit einem besonderen Besuch geehrt: Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Frau Gerda Hasselfeldt, verschaffte sich vor Ort einen umfassenden Eindruck von den vielfältigen Aktivitäten des Kreisverbandes. Ihre Stationen umfassten die BRK-Großtagespflege und das Familienzentrum in Haag sowie die Wasserwacht in Waldkraiburg.

Empfang und Begrüßung durch den Vorstand

Nach dem Eintreffen der Gäste übernahm Georg Huber, Vorstandsvorsitzender des BRK Kreisverbandes Mühldorf, die Begrüßung. In seiner Rede betonte er die immense Bedeutung der 650 ehrenamtlich Tätigen, die über den gesamten Landkreis hinweg aktiv sind. „Unser Ehrenamt funktioniert hervorragend. Es braucht keine starren Vorgaben von oben, sondern Raum für Kreativität. Besonders junge Ehrenamtliche bringen frische und innovative Ideen direkt von der Basis ein,“ so Huber in seiner herzlichen Ansprache.

Einblicke in die BRK-Großtagespflege und das Familienzentrum

Christina Zeiler, Referentin für Sozialarbeit und Leitung der BRK-Großtagespflege sowie des Familienzentrums, nutzte die Gelegenheit, um die Unterstützung der Haager Bürgermeisterin Sissi Schätz zu würdigen. „Dank der exzellenten Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Haag ist unsere Einrichtung seit Juli 2024 in Haag i. OB angesiedelt und wird sehr gut angenommen“, erklärte Zeiler.

Aktuell werden fünf Kinder wochentags in der Großtagespflege betreut, wobei die zehn vorhandenen Plätze voraussichtlich bis Jahresende komplett ausgelastet sein werden. Zwei engagierte Erzieherinnen bieten den Kindern eine liebevolle und pädagogisch wertvolle Betreuung, was sich in einer hohen Zufriedenheit der Eltern widerspiegelt.

Das Familienzentrum bietet ein breites Spektrum an Leistungen, darunter Familientreffs, Treffen für Angehörige von Demenzkranken, Seniorentreffs und pädagogische Angebote für Kinder. Besonders hervorgehoben wurde der „Trostkoffer“, ein neues Angebot des Familienzentrums. Dieser beinhaltet liebevoll zusammengestellte Materialien wie Bücher und Puppen, die Familien bei persönlichen Verlusten durch Krankheit oder Tod unterstützen sollen. „Dieses Angebot hilft Betroffenen, die Trauer gemeinsam mit ihren Kindern zu verarbeiten und leichter zu bewältigen,“ erklärte Zeiler.

WuS und Integrationsarbeit im Fokus

Zeiler stellte zudem die Arbeit der Gemeinschaft für Wohlfahrts- und Sozialarbeit (WuS) des Kreisverbandes vor. „Hier haben engagierte Menschen die Gelegenheit, sich ehrenamtlich einzubringen, sei es regelmäßig oder projektbezogen,“ sagte sie. Ein gelungenes Beispiel dafür war ein Friseurprojekt für Bedürftige. Weitere Angebote der WuS umfassen u. a. Seniorenprojekte und eine Selbsthilfegruppe.

In diesem Kontext übergab sie das Wort an Martina Wastlhuber, Integrationslotsin des Kreisverbandes. Martina Wastlhuber ist seit 2016 durch eine projektgeförderte Stelle im BRK Kreisverband tätig und wegen der besseren Vernetzung direkt beim Team der Integrationsberatung im Landratsamtes Mühldorf angesiedelt. Frau Wastlhuber erörterte ihr umfangreiches Tätigkeitsfeld ausführlich und stellte auch die aktuellen Zahlen von Geflüchteten im Landkreis Mühldorf vor.

Mit verschiedensten Projekten, Workshops, Fachtagungen und Angeboten wird die Integration nachhaltig gefördert und verzeichnet auch viele Erfolge. Personen, die sich im Bereich Asyl ehrenamtlich engagieren möchten, werden durch Frau Wastlhuber kompetent unterstützt, beraten und betreut. „Wir finden für jeden die richtige Tätigkeit“, so Wastlhuber stolz.

Zudem steigt die Anzahl der Geflüchteten, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, fast täglich. Auch diese Personen werden durch die Integrationslotsin betreut und an passende Stellen vermittelt. DRK-Präsidentin Hasselfeldt zeigte sich von den Präsentationen beeindruckt und betonte: „Diese Erfolge verdeutlichen, dass Integration mit der richtigen Unterstützung gelingen kann.“

Wertschätzung für das Ehrenamt

Frau Hasselfeldt übernahm das Wort und erklärte: „Besuche wie diese geben mir die Gelegenheit, die Arbeit an der Basis hautnah zu erleben. Ob Haupt- oder Ehrenamt – kreative Lösungen sind im DRK gefragt. Die Herausforderungen variieren regional, doch durch enge Zusammenarbeit und gegenseitiges Vertrauen können wir diese bewältigen.“

Mit deutlichen Worten kritisierte sie Angriffe gegen Rettungskräfte, wies jedoch zugleich auf die große Dankbarkeit der Bevölkerung hin. Gemeinsam mit der stellvertretenden Landrätin, Frau Preisinger-Sontag, lobte sie die hervorragende Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen.

Stephan Mayer beendete das Zusammensein in Haag mit einem Dankeswort an alle Anwesenden, besonders an Frau Gerda Hasselfeldt, die mit ihrem Besuch deutliches Interesse an der Tätigkeit des BRK Kreisverbandes Mühldorf zeigt und dadurch ein Zeichen setzt, wie wichtig es ist, soziale Themen in den Vordergrund zu stellen.

Besuch der Wasserwacht Waldkraiburg

Der zweite Teil des Besuchs führte Frau Hasselfeldt zur Wasserwacht Waldkraiburg. Herzlich empfangen von Christian Goertz, dem Vorsitzenden der Kreiswasserwacht Mühldorf a. Inn, und Valentin Clemente, erhielten die Gäste einen umfassenden Einblick in die Arbeit der Organisation.

Mit über 120 Mitgliedern, darunter 50 Jugendmitglieder, ist die Wasserwacht ein wichtiger Partner im Bereich der Wasserrettung. Die moderne technische Ausstattung, darunter Side-Scan-Sonargeräte, Tauch- und Flugdrohnen, ermöglicht Einsätze in schwer zugänglichen Gewässern wie Inn und Innkanal. Im Jahr 2023 wurden bei 250 Einsätzen insgesamt 13.500 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet.

Besonderer Stolz gilt der Neugründung der Ortsgruppe Kraiburg und der Errichtung einer Wasserrettungsstation am Flossinger See im Sommer 2024. „Unser oberstes Ziel ist es, Menschen in Gefahr schnell und effizient zu helfen,“ erklärte Goertz.

Abschluss

Dr. Gerhard Deißenböck (komm. Kreisbereitschaftsleiter BRK Mühldorf) freute sich ganz besonders, die DRK Präsidentin persönlich kennenzulernen. In seiner kurzen Rede stellte er die Arbeit der Bereitschaften vor und betonte, wie wichtig es sei, dass alle Rot-Kreuz Gemeinschaften eng und gut zusammenarbeiten. „Unser aller Ziel ist dasselbe – wir wollen helfen! Das funktioniert nur, wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen“, so Deißenböck und fand mit diesen Worten die vollste Unterstützung von Frau Hasselfeldt, die die gute Zusammenarbeit vor allem innerhalb der ehrenamtlichen Gemeinschaften sehr lobte. „Es ist hier nicht alles Just for fun! Hier werden Leben gerettet“, so Gerda Hasselfeldt abschließend und bedankte sich nochmal sehr herzlich für die interessanten Einblicke, die gute Zusammenarbeit und das Engagement aller Mitglieder.